Die Beziehung zum Göttlichen

Religionen sind verschieden, aber es gibt nur einen einzigen Gott. Gott ist wie das Wasser, das die verschiedenen Gefäße füllt, und in jedem Gefäß nimmt die Vision Gottes die Gestalt des Gefäßes an.

Swami Vivekânanda

Wie sieht Gott für dich aus?

Gott

Um mit der Göttlichen Präsenz in Kontakt zu treten, braucht es eine persönliche Beziehung. Zum Glück hat Gott nichts Besseres zu tun, als sich um uns zu kümmern, daher nimmt er jede Form an, die der Gläubige haben will.

Man kann sich jede Form aussuchen: Jesus, Buddha, die Jungfrau Maria, Shiva, Ganesha, Krishna, die göttliche Mutter, Sri AmmaBhagavan oder jede andere Form. Du kannst dir also deinen Gott designen, wie du willst.
In Michaelas Fall sieht er so aus wie auf diesem Bild.

Wie soll sich dein persönlicher Gott verhalten?

Verstehen wir uns nicht falsch - das Große Göttliche Bewusstsein verhält sich nicht. Es ist. Stille.
Aber zu dir verhält sich dein Göttliches so, wie ich oder du es brauchen bzw. erwarten. Die Qualität des Kontaktes richtet sich danach, was du glaubst: hast du die Vorstellung eines strafenden, strengen, eifersüchtigen Gottes, kreierst du dir vermutlich einen strengen Gott. Willst du einen liebevollen Gott, wirst du ihn so erleben. Gott ist da sehr großzügig.

Meist ähnelt unser Bild von Gott unserem Vater oder unserer Mutter: wenn du einen strengen Vater hast, hast du vermutlich ein strenges Gottesbild. Wenn dein Vater liebevoll und nachsichtig war, ist dein Bild von Gott entsprechend.

Wie auch immer, du kannst Gott mit jeder Eigenschaft ausstatten, mit der du dich wohlfühlst und die du Gott "abkaufst" (das bedeutet, wenn du Gott nicht abkaufst, dass er liebevoll ist, wird es nicht funktionieren).
Wichtig ist übrigens auch, dass auch du die Charaktereigenschaften hast, die du bei Gott erwartest. Wenn du willst, dass Gott schnell reagiert, solltest du also ebenfalls schnell reagieren, wenn jemand dich etwas bittet.

Pflege die Beziehung!

Um eine gute Beziehung zu Gott zu haben und viel Gnade zu erfahren, musst du mit ihm (oder ihr) reden - regelmäßig und oft.
Denn wenn ich z.B. jemanden zum Renovieren brauche, frage ich auch nicht einen wildfremden Menschen auf der Straße, ob er mir hilft, sondern lieber einen guten Freund. Mache also Gott zu deinem besten Freund. Würdest du diesem nicht auch jeden Tag mehrere SMS schicken? Eben.

Du kannst damit beginnen, dass du dich ihm vorstellst: "Hi, Jesus, ich habe noch nie mit dir geredet, aber ich möchte jetzt damit anfangen. Ich heiße soundso und ich wohne da-und-da und ich esse gern dasunddas... Und ich will jetzt eine Beziehung mit dir haben." Anderen Menschen solltest du dich zwar nicht so plump nähern, aber mit Gott geht das.
Wenn dir nichts einfällt, das du ihm sagen könntest, kannst du danken: für dein Dach über dem Kopf, für das Essen jeden Tag, für deine Gesundheit, für die Gesundheit deiner Kinder oder für was auch immer. Irgendwas zum Danken findet sich immer.

Die Menge der Gnade hängt von deinen Glaubenssätzen ab, von der Heiligkeit, die du während des Betens herstellst (vielleicht dekorierst du einen heiligen Platz in deiner Wohnung?), von der Dankbarkeit und von der Tiefe der Beziehung.

Wenn deine Göttliche Form nicht so "leistungsfähig" ist, wie du sie brauchst (z.B. weil du dich auf Jesus als Baby beziehst), dann kannst du die Form in deiner Vorstellung nachträglich verändern. Wenn Gott dir gerne Streiche gespielt hat und du hast das jetzt satt, kannst du ihn bitten, das künftig nicht mehr zu tun.

Wie betet man erfolgreich, wenn man etwas will?

1. Beziehung aufbauen, sowohl grundsätzlich als auch akut (wie Telefonanruf).
2. Fokus auf das Ergebnis: Klar, in 3D und in Farbe spezifisch und präzise visualisieren, was ich haben will. Und zwar so, als wäre es schon eingetreten. Warum will ich es haben? Der Grund muss vor allem ehrlich sein, nicht unbedingt heilig und edelmütig (Du kannst Gott eh nichts vormachen).
3. Das Gefühl fühlen, dass ich hätte, wenn es eingetreten wäre: Freude, Erleichterung, Dankbarkeit, etc. Man kann die Präsenz nur mit offenem Herzen spüren.
4. Starkes Vertrauen haben, dass mein Gebet erfüllt wird. (Wenn ich das nicht habe, muss ich nochmal an den göttlichen Eigenschaften arbeiten - habe ich mir einen schluffigen Gott kreiert, der immer nur "Ja, gleich" sagt und dann doch nichts macht?)
5. Abgeben, Loslassen, Dankbarkeit ausdrücken - nicht erst, wenn die Bitte erfüllt wurde, sondern gleich!
6. Nicht verzweifeln, wenn es scheinbar nicht funktioniert! Wir haben keine Ahnung, warum bestimmte Gebete nicht erhört werden. Wenn dein Gebet nicht erhört wird, fühle deine Hilflosigkeit und bitte darum, wenigstens ein Zeichen zu bekommen und dieses Zeichen auch als solches zu erkennen.